Tag 7

16. Juni 2017 Neumarkt in der Oberpfalz

Wir hatten eine gute Nacht in unserem Luxus-Appartement, nachdem wir abends noch lange auf unserem Balkon den kühlen Abendhauch genossen haben. Der Designer unserer Jagd-Suite im Hotel Hirschenhof muss ein sehr konsequenter Mensch gewesen sein. Er hat keine Möglichkeit Hirschgeweihe ins Bild zu setzen, ausgelassen. Alle Lampenfüße sind Geweihe (aus Metall, Zinn vielleicht), alle Garderobenhaken, allerlei Zierrat, der herumsteht, feiert das Jagdhandwerk und das skurrilste Exemplar der Jagd-Lust am Design ist ein Schuhlöffel, dessen Kopf ich hiermit – auf meiner Bettdecke drapiert – präsentiere.

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Mit unserem obligaten Abschiedsfoto vor dem Hotel nach einem opulenten Frühstücksbüfett setzten wir unsere Reise fort.

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Nach einer schönen Fahrt in dieser dünnbesiedelten Gegend Deutschlands mit weiten Ausblicken über die Landschaft habe ich Heide in Velburg aufgelesen. Sie musste heute über kleine Landstraßen (glücklicherweise wenig befahren) laufen, da es keine Wanderwege gibt. Die etwas größeren Straßen heißen hier in Bayern Staatsstraßen, abgekürzt ST., was ND. bedeutet, so heißt eine andere Sorte von Straßen, haben wir noch nicht herausgefunden. Ein bisschen fühlt es sich wie Ausland an. Zu dem Eindruck trägt für mich als Norddeutsche auch das anhaltend warme Wetter bei. Velburg hat ein beeindruckendes Rathaus. Leider steht ein Bagger davor – das ist die ernüchternde Realität.

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Man könnte wirklich glauben, hier in der Oberpfalz sei die Welt noch in Ordnung. Der Wald sieht gesund aus, die Straßen sind so glatt und makellos, als seien sie gerade fertiggestellt worden, und nahezu jedes Dörfchen scheint mit buntgetünchten Fassaden einem Bilderbuch entstiegen zu sein.

Bisher halten wir uns an unsere geplante Route – mit kleinen Abweichungen, wenn wir in einem Ort kein Quartier finden. Dann nehmen wir eben den nächsten. Nachdem der Donau-Kurier unsere Pressemitteilung fast ungekürzt veröffentlicht hatte, hat uns vorgestern eine Reporterin des Neumarkter Tagblatt ausgiebig interviewt. Der Artikel soll Montag erscheinen. Aber auf unsere Anwesenheit in Neumarkt ist in den Veranstaltungsrubriken aller Zeitungsausgaben der Umgebung hingewiesen, das hat Heide gerade in der Redaktion des Tagblatts in Erfahrung gebracht. Da können wir mit ein paar mehr ZuhörerInnen als bisher rechnen. Da freut es mich, dass gerade die Liebesgeschichte der jungen Henriette aus dem 2. Kapitel „dran“ ist.

 

 

 

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